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Am 22. Februar 2016 veranstaltete die KEK in der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz das III. Bundesweite Expertengespräch zur Erhaltung des schriftlichen Kulturguts in Archiven und Bibliotheken in Deutschland > Kurzbericht
© Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz

Sowohl auf Bundes- als auch auf Länderebene existieren bereits heute Programme und engagierte Einzelprojekte zur Bewahrung und Restaurierung bedrohter Werke. Um alle von Zerstörung bedrohten Dokumente deutschlandweit nachhaltig und effektiv zu schützen, reichen die bestehenden, vielerorts lediglich kurzzeitig befristet angelegten Aktionen nicht aus.

Bestandsschutz und -erhalt kann langfristig nur auf einer soliden strategischen Basis gelingen. Diese Grundlage erarbeitet die KEK. Das entwickelte Gesamtkonzept zur nationalen Bestandserhaltung bietet einen integrativen Ansatz und schafft Synergieeffekte, um die parallelen Aktivitäten auf Länderebene zu synchronisieren. Zeitgleich bietet die KEK eine Plattform für den Austausch der Initiatoren untereinander.

Zentrales Ergebnis bisheriger struktureller Netzwerkarbeit ist die Initiierung des bundesweiten Expertennetzwerks zur Bestandserhaltung: Die KEK hat im Februar 2013 mit einem Schreiben, das über das Sekretariat der Kultusministerkonferenz (KMK) in die Länder ging, um Benennung von Länderexpertinnen und -experten für Bestandserhaltung in Archiven und Bibliotheken gebeten. Parallel wurden von BKM Expertinnen und Experten in Bundeseinrichtungen benannt. Mit Hilfe dieses neuen Netzwerks von Fachleuten kann die länder- und spartenübergreifende Informationslage verbessert und die zielführende Umsetzung strategischer Einzelschritte vorgenommen werden. Der persönliche Austausch wird über bundesweite Expertengespräche ermöglicht, die von der KEK in der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz veranstaltet werden.

I.   Bundesweites Expertengespräch am 18. Juni 2013
II.  Bundesweites Expertengespräch am 17. Februar 2014
III. Bundesweites Expertengespräch am 22. Februar 2016
> Kurzbericht

> Expertinnen und Experten in den Ländern und den Einrichtungen des Bundes (Stand Februar 2016)

Mit deutlich längerer Tradition befassen sich auf Bundesebene die berufsständisch organisierten Gremien mit den Fragen zur Bestandserhaltung in Archiven und Bibliotheken. Zu diesen Gremien zählen die Konferenz der Leiterinnen und Leiter der Archivverwaltungen des Bundes und der Länder (KLA), die Kommission für Bestandserhaltung des Deutschen Bibliotheksverbands (dbv), sowie die Bundeskonferenz der Kommunalarchive beim Deutschen Städtetag (BKK). Im ständigen Fachausschuss „Bestandserhaltung“ der KLA stimmen sich die Mitglieder zu Fachfragen von übergreifendem Interesse ab. Entsprechend liegen vom Bestandserhaltungsausschuss der KLA Positionspapiere und Empfehlungen vor. Die im Sommer 2015 gegründete dbv-Kommission Bestandserhaltung unterstützt die Entwicklung und Umsetzung von Bestandserhaltungsstrategien. Zudem setzt sie sich für die Evaluierung und Weiterentwicklung von Methoden der Bestandserhaltung ein. Die dbv-Kommission steht dabei in engem Kontakt zu bestehenden Netzwerken der Bestandserhaltung und hält über Fortbildungsveranstaltungen eine Verbindung zur aktuellen Forschung. Die BKK dient u.a. der Beratung der Hauptgeschäftsstellen der kommunalen Spitzenverbände zu Fragen des kommunalen Archivwesens.

Ein netzbasiertes Kommunikationsinstrument für alle, die im Bereich Bestandserhaltung interessiert oder tätig sind, ist das Forum Bestandserhaltung an der Universitäts- und Landesbibliothek Münster. Online informiert das Forum grundlegend über bestandserhalterische Themenbereiche. Herzstück ist eine Dienstleister-Datenbank mit sämtlichen relevanten Adressen zur Bestandserhaltung.

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