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Das handschriftliche Manuskript des sogenannten
Zauberbuchs aus der „Faust“-Sammlung des
Frankfurter Goethe-Hauses, geschrieben 1535 in
Wittenberg, konnte 2010 für die Zukunft gesichert
werden.
© Freies Deutsches Hochstift/
Frankfurter Goethe-Museum

Die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) hat auf Initiative des ehemaligen Kulturstaatsministers Bernd Neumann und finanziert durch den bzw. die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie die Kulturstiftung der Länder im August 2011 ihre Arbeit aufgenommen. An der Stiftung Preußischer Kulturbesitz eingerichtet und bei der Staatsbibliothek zu Berlin angesiedelt, arbeitet die KEK an einem elementaren Ziel: der dauerhaften Erhaltung des nationalen Erbes in Form schriftlicher Überlieferungen. Denn: Um unsere Zukunft zu sichern, müssen wir die Vergangenheit erhalten.

Die großen Unglücke der vergangenen Jahre – der Brand der Weimarer Herzogin Anna Amalia Bibliothek 2004 oder der Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln 2009 – haben der Öffentlichkeit die Anfälligkeit des schriftlichen Kulturguts erschreckend deutlich vor Augen geführt. Weitgehend unbemerkt hingegen verliert das nationale Gedächtnis jeden Tag unersetzliche Originale und bedeutende Werke durch „schleichende Katastrophen“: Papierzerfall und Tintenfraß, Schimmel durch falsche Lagerung oder mangelhafte Sicherung sind unsichtbare Feinde, mit denen Restauratoren/innen, Archivare/innen und Bibliothekare/innen zu kämpfen haben. Vor allem, aber nicht nur in kleineren Institutionen fehlen oftmals Kenntnisse und Mittel, um unersetzliche Bestände zu retten und dauerhaft zu erhalten.

Dieser massiven Bedrohung unseres nationalen Gedächtnisses durch akute und schleichende Katastrophen gegenüberzutreten, ist Auftrag der KEK.

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